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Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte

Zentren persischer Macht

Kostenfreier Abendvortrag zu Residenzen der Achämeniden in Aserbaidschan und Georgien

von Dr. Florian Knauß
(Staatliche Antikensammlungen und Glyptothek München)


Neuere Forschungen in den Kaukasusrepubliken haben unser Bild des Achämenidenreiches tiefgreifend verändert. In den vergangenen 30 Jahren machten Ausgrabungen und Lesefunde in Georgien und Aserbaidschan deutlich, dass diese Region seit dem ausgehenden 6. Jahrhundert v. Chr. unter persischer Herrschaft stand.

Im Vergleich zu anderen Teilen des Weltreiches begegnet uns südlich der Kaukasushauptkette eine Fülle von Kleinfunden und Bauwerken, die erkennbar achämenidischen Vorbildern folgen. In dieser an Bodenschätzen und fruchtbaren Ackerflächen reichen Region wurden persische Einflüsse auf vielen Gebieten aufgenommen, was eindrucksvolle und nachhaltige Spuren im lokalen Kunsthandwerk hinterließ.

Überraschend ist ferner die eindrucksvolle Dichte genuin persischer Monumentalbauten, die ein ganz neues Licht insbesondere auf die Herrschaft des Großkönigs Xerxes I. (485–465 v. Chr.) werfen. Die Konsolidierungspolitik dieses Herrschers unmittelbar nach den Niederlagen gegen die Griechen bei Salamis und Platää 480/479 v. Chr. erscheint sinnvoll und konsequent – anders als es griechische Autoren anklingen lassen.

Die Dauerausstellung ist am 26.06.2024 bis zum Beginn der Veranstaltung geöffnet. Eine Anmeldung zum Vortrag ist nicht erforderlich.


Abbildung: Ausgrabung der Residenz auf dem Gurban Tepe bei Karacamirli in Aserbaidschan.
© Foto: Matthias Gütte

Termine

DatumUhrzeitBuchungs-Link
26.06.202418:00 ‐ 19:30 Uhr
Anmeldung
  • Nicht erforderlich!
Veranstaltungsort
  • Museumsfoyer