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kelten römer museum manching  |  E-Mail: info@museum-manching.de  |  Online: http://www.museum-manching.de

17.5.2013-17.11.2013

Aktuelle Sonderausstellung: Steppenkrieger - Reiternomaden des 7.-14. Jahrhunderts aus der Mongolei.

Eine Ausstellung des LVRLandesMuseums in Bonn In Zusammenarbeit mit der Vor- und Frühgeschichtlichen Archäologie der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und dem Archäologischen Institut der Mongolischen Akademie der Wissenschaften.
Steppenkrieger

Über Jahrtausende stießen Reiternomaden aus den fernen Steppen Asiens bis nach Europa vor: Skythen, Sarmaten, Hunnen, Awaren, Ungarn und schließlich die Mongolen Dschingis Khans, der das bisher größte zusammenhängende Reich der Geschichte begründete. Die Ausstellung richtet den Blick von der Zeit des mongolischen Weltreiches bis in das 7./8. Jahrhundert zurück und ergründet die handwerklichen, technologischen und kulturellen Leistungen der Steppenkrieger, die sie über Jahrhunderte hinweg zu den unangefochtenen Herrschern in den Steppen Eurasiens machten.

 

Vor wenigen Jahren entdeckten mongolische Hirten und Jäger im Altai-Gebirge in Felsnischen, -spalten und -hohlräumen die Gräber ranghoher Verstorbener. Diese Entdeckungen sind ein einzigartiger Glücksfall, der sensationelle Einblicke in die Welt der Reiternomaden erlaubt. Dank des trockenen und kalten Klimas in 1800 bis 3000 m Höhe und der geschützten Lage in den Felsgräbern haben sich die oft mehr als 1000 Jahre alten Kleidungsstücke, Sättel, Köcher aus Birkenrinde und Leder, Pfeile mit Befiederung, Reflexbögen, Steigbügel und viele weitere Beigaben aus vergänglichem Material fast unversehrt erhalten. Dazu zählt als herausragendes Objekt das bisher älteste erhaltene Musikinstrument der Mongolei, ein mit Jagdszenen und einer alttürkischen Runeninschrift versehenes Zupfinstrument, dessen Hals in einem Pferdekopf endet, aus dem 7./8. Jahrhundert. Zu den Ausstellungsstücken gehört neben einem Seiden-Deel der bisher älteste und am besten erhaltene gefilzte Schafswoll-Deel, ein langes mantelartiges Gewand - eine archäologische Sensation ohne Vergleich.

 

Grossansicht in neuem Fenster: Steppenkrieger1Die Ausstellung Steppenkrieger, die im vergangenen Jahr bereits in Bonn und Amsterdam ein großer Besuchererfolg war, zeigt ganz außergewöhnliche archäologische Funde aus der Mongolei, wie sie bisher weltweit noch nie zu sehen waren.

 

Ein besonderes Augenmerk gilt dem Reflexbogen, der überlegenen und gefürchteten Waffe aller Reitervölker der eurasischen Steppen bis zur Einführung des Gewehrs. Die Zielgenauigkeit der Reiter, die Schnelligkeit und Ausdauer der Pferde sowie die Flexibilität und Disziplin der Reiterverbände verschafften den Steppenkriegern über Jahrhunderte eine militärische Überlegenheit. Sie erreichte unter Dschingis Khan ihren Höhepunkt.

 

Drei Jahre lang wurden die Funde durch ein Team aus deutschen und mongolischen Wissenschaftlern und Restauratoren in den Werkstätten des LVRLandesMuseums in Bonn dokumentiert und restauriert. Mit modernsten Untersuchungsmethoden konnten die handwerklichen Leistungen und das enorme technologische Wissen der Reiternomaden umfassend erforscht werden.
Nie zuvor gezeigte Artefakte, eigens angefertigte Lebensbilder
und Nachbauten durch professionelle Bogenbauer, Schmiede und Holz-Fachleute machen die Ausstellung zu einer aufregenden Entdeckungsreise in die Weiten der eurasischen Steppen.

In Manching wurde sie von einem vielfältigen kulturellen Rahmenprogramm - darunter ein Museumsfest am 29./30.6.2013 - begleitet.

 

 

 

Grossansicht in neuem Fenster: Steppenkrieger2

Begleitbuch:

Steppenkrieger
Reiternomaden des 7.-14. Jahhunderts aus der Mongolei

 

Begleitbuch zur Ausstellung im kelten römer museum manching
17.5.-17.11.2013

 

Schriften des kelten römer museums 5
Darmstadt 2012
4

16 Seiten, durchgehend farbig, Format 22x29 cm
Verkaufspreis 19,90 ¤
ISBN 978-3-9812891-4-5

 

 

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