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kelten römer museum manching  |  E-Mail: info@museum-manching.de  |  Online: http://www.museum-manching.de

"Brotlaibidole" als Medium europäischer Kommunikation vor mehr als 3500 Jahren

AENIGMA - Der geheimnisvolle Code der Bronzezeit (27.5.2011 bis 13.11.2011)

AENIGMA - Der geheimnisvolle Code der Bronzezeit

AENIGMA - Der geheimnisvolle Code der Bronzezeit
"Brotlaibidole" als Medium europäischer Kommunikation vor mehr als 3500 Jahren

 

Seit mehr als einem Jahrhundert rätseln Forscher über die Funktion von kleinen brotlaibförmigen oder täfelchenartigen Objekten. Sie bestehen aus gebranntem Ton oder Stein und werden immer wieder in bronzezeitlichen Siedlungen der Zeit zwischen etwa 2000 und 1450 vor Christus entdeckt. Diese erst seit wenigen Jahren auch aus Südbayern bekannten Fundstücke tragen auf ihrer Oberfläche Gruppen von Linien und Eindrücken unterschiedlicher Form. Die offenbar keineswegs beliebige Anordnung dieser Zeichen auf der Oberfläche lassen an ein Zeichensystem denken, möglicherweise zur Darstellung von Zahlen oder anderer Informationen. Tragen manche dieser Objekte gar eine Vorform der Schrift? - Das Wissen darum ist verloren, weshalb diese Gegenstände im deutschsprachigen Raum aufgrund ihrer spezifischen Form „Brotlaibidole" genannt werden. In Norditalien, wo sie in der Gardasee-Region am häufigsten sind, heißen sie tavolette enigmatiche („rätselhafte Täfelchen"). Ihre weiträumige Verbreitung zwischen Mittelrheingebiet,Thüringen, Korsika, Mittelitalien, Istrien, Nordostungarn und Eisernem Tor weist sie als Zeugen eines frühen europäischen Kommunikationsnetzes aus, in das auch Südbayern unmittelbar eingebunden war.

 

Erstmals in der Geschichte der Archäologie sind die „Brotlaibidole" und die mit ihrer wissenschaftlichen Erforschung verbundenen Fragen Thema einer Sonderausstellung. Diese entstand in Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Museum des Alto Mantovano in Cavriana (Provinz Mantua), von dem die Initiative ausging, und der Aufsichtsbehörde für Archäologische Güter (Soprintendenza ai Beni Archeologici) der Lombardei in Mailand. Vielfältige Funde (631 Ausstellungsobjetkte, darunter 130 Brotlaibidole) aus wichtigen bronzezeitlichen Siedlungen aus zehn europäischen Ländern (Italien, Frankreich, Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Serbien und Kroatien) beleuchten ein aktuelles Thema internationaler archäologischer Forschung und geben Einblick in ein in Deutschland bislang wenig beachtetes Phänomen früher europäischer Kontakte.

Noch nie zuvor waren so viele Brotlaibidole von so zahlreichen Fundorten in einer Ausstellung versammelt. Fast alle Funde wurden noch niemals zuvor in Deutschland gezeigt. Die Mehrzahl von ihnen wird sogar zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert, da es um Neuentdeckungen oder um in Funddepots aufbewahrte Objekte handelt.

 

Wer entschlüsselt den geheimnisvollen Code und löst das Rätsel der „Brotlaibidole"?

Die Besucher der Ausstellung sind dazu herzlich eingeladen!

 

 

Das im Verlaufe der Ausstellung und auch noch nach deren Ende vorbereitete, großzügig bebilderte Begleitbuch
mit Beiträgen zahlreicher internationaler Autoren, das auch einen Überblick
über die Deutungsvorschläge der Ausstellungsbesucher gibt, erscheint
voraussichtlich im Herbst 2015.

Vormerkungen werden gerne entgegen genommen. Nach Erscheinen
des Buches erhalten Sie dann von uns ein verbindliches Angebot.
Es ist das einzige Buch zum Thema in deutscher Sprache.

 

Wolfgang David (Hrsg.)
AENIGMA - Der rätselhafte Code der Bronzezeit.
Brotlaibidole als Medium europäischer Kommunikation vor über 3500 Jahren.
Begleitpublikation zur Sonderausstellung im kelten römer museum manching, 27.5.2011 bis 13.11.2011.
Schriften des kelten römer museums 4 (Manching 2015).

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Ingolstadt und CASSIDIAN

 

 

Familien- und Schulprogramm „Aenigma - Knack den Code!"

Mit Feuer und Rauch startet ein spannenden Nachmittag für die ganze Familie. In einem selbst hergestellten Ofen wird gezeigt, wie man Zuhause im Garten mit einfachen Mitteln Keramik brennen kann. Während im Ofen ein vorgefertigtes Tontäfelchen aushärtet, gehen die Familien mit Archäologen auf eine kleine Zeitreise in die Bronzezeit und versuchen gemeinsam dem Rätsel der sogenannten Brotlaibidole auf die Spur zu kommen. Dabei entschlüsseln und verschlüsseln die Familien Botschaften und fertigen ein Tontäfelchen mit Ihrem eigenen Code an. Der Höhepunkt ist ein Such-Rätsel im Freien, bei dem die Familienteams gegeneinander antreten. Die schnellste Code-Knacker-Familie erhält einen kleinen Preis. Dieses Programm eignet sich auch für Schulklassen (es findet jedoch ohne den Ofenbrand statt). Für Kinder ab 10 Jahren bzw. Schüler ab der 6. Klasse.

 

Familienprogramm „Aenigma" - jeweils ab 14:00 Uhr

Samstag 18. Juni (Pfingstferien)

Sonntag 28. August (Sommerferien)

Sonntag 6. November (Herbstferien)

 

Offene Sonntagsführungen zu „Aenigma" - jeweils ab 14:00 Uhr

Sonntag 26. Juni (Pfingstferien)

Sonntag 10. Juli

Sonntag 14. August (Sommerferien)

Sonntag 25. September

Sonntag 30. Oktober (Herbstferien) bereits um 11 Uhr! Um 14 Uhr keine Führung!

Sonntag 13. November - Finissage, Führung durch den Museumsleiter Dr. Wolfgang David

 

 

Manchinger Vorträge zur Archäologie und Geschichte

Museumsleiter Dr. Wolfgang David M.A.

spricht zum Thema
"Die Brotlaibidole Süddeutschlands im Kontext des altbronzezeitlichen Beziehungsnetzes zwischen Donauraum und Norditalien"
Freitag, den 21. Oktober 2011, 19.30 Uhr
Öffentlicher Abendvortrag mit Abendöffnung der Sonderausstellung (ab 18 Uhr).
Im Anschluß an den Vortrag besteht die Möglichkeit zu einem geführten Rundgang durch die Sonderausstellung, die bis 21.30 Uhr geöffnet sein wird, und zum Gedankenaustausch bei erfrischenden Getränken im Foyer.

 

 

 

AENIGMA - 2

 

AENIGMA - 1

 

 

Das kelten römer museum manching dankt den Soprintendenze ai Beni Archeologici in Rom, Mailand, Padua, Trient und Bozen sowie 55 Leihgebern aus neun Ländern:

 

Italien

Südtiroler Archäologiemuseum, Bozen.

Museo Civico Archeologico di San Pietro Polesine, Castelnovo Bariano.

Museo Archeologico dell’Alto Mantovano, Cavriana.

Museo Civico Archeologico „Giuseppe Rambotti“, Desenzano del Garda.

Civico Museo Archeologico della Valle Sabbia, Gavardo

Museo di Riva del Garda.

Deposito c/o Centro Ambientale, Legnago.

Museo Nazionale Preistorico Etnografico "Luigi Pigorini", Rom.

Museum Ladin ?iastel de Tor, San Martino in Badia.

Museo Tridentino di Scienze Naturali, Trient.
Museo della Preistoria della Tuscia e della Rocca Farnese, Valentano.

Museo Civico di Storia Naturale, Verona.

Frankreich

Privatsammlung Pierre Dottori, Speluncatu.

Jean Graziani, Universität von Korsika.

 

 

Tschechische Republik

Museum des Mittleren Otavagebietes, Strakonice.

Westböhmisches Museum Pilsen/Plze?.

 

 

Slowakei

Archäologisches Museum am Slowakischen Nationalmuseum, Bratislava.

Heimatmuseum, Galanta.
Heimatmuseum Hlohovec.

Tekov Museum, Levice.

Archäologisches Institut der Slowakischen Akademie der Wissenschaften, Nitra.

Museum Ján Thain, Nové Zámky

Westslowakisches Museum, Trnava.

 

Österreich

Urgeschichtsmuseum Niederösterreich, Asparn an der Zaya.

Burgenländisches Landesmuseum, Eisenstadt.

Stadtmuseum Hollabrunn.

Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum, Innsbruck.

Urzeitmuseum Nussdorf ob der Traisen.

Hellerhofmuseum, Paudorf.

Privatsammlung Stefan Artner, Wien.

Privatsammlung Stefan Allerbauer, Strasshof.

Privatsammlung Rudolf Dlapa, Wien.

Privatsammlung Herbert Preisl, Dürnkrut.

Privatsammlung Karl Mazakarini, Wien.

Privatsammlung Peter Schebeczek, Pellendorf.

Privatsammlung E. Siegmeth, St. Pölten.

Privatsammlung Leopold Teufelhardt, Unterhautzenthal.

Bundesdenkmalamt Wien.

Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien.

Prähistorische Abteilung am Naturhistorischen Museum Wien.

Vienna Institute for Archaeological Science, Wien.


Ungarn

Herman Otto Museum, Miskolc.

Savaria Museum, Szombathely.

 

 

Rumänien

Muzeul Regiunii Por?ilor de Fier, Drobeta-Turnu Severin

 

 

Kroatien

Archäologisches Museum Istriens, Pula/Pola.

 

 

Deutschland

Universität Erlangen-Nürnberg, Institut für Ur- und Frühgeschichte, Erlangen.

Archäologischer Verein im Landkreis Freising e.V., Freising.

Regierungspräsidium Stuttgart, Referat 85, Arbeitsstelle Hemmenhofen.

Archäologisches Museum Kelheim.

Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz, Direktion Landesarchäologie, Außenstelle Koblenz.

Archäologisches Landesmuseum Baden-Württemberg, Konstanz.

Historisches Museum der Stadt Regensburg.

Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Dienststelle Regensburg.

Archäologisches Hegau-Museum, Singen am Hohentwiel.

Kreisarchäologie Straubing-Bogen, Oberaltaich.

Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie mit Museum für Ur- und Frühgeschichte Thüringens, Weimar.

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